• Verantwortung leben. Nachhaltigkeit ermöglichen.
  • Corporate Responsibility Bericht 2015
Corporate Responsibility Bericht 2015

Chancengleichheit und Vielfalt ermöglichen

Die Telekom engagiert sich für Chancengleichheit und gesellschaftliche Teilhabe. Deshalb setzen wir uns dafür ein, jedem Menschen, unabhängig von sozialer Herkunft und persönlichen Fähigkeiten, bessere Bildungschancen in allen Lebensbereichen zu ermöglichen – angefangen von der frühen Kindheit über die Schulzeit bis ins hohe Alter. Einen Schwerpunkt legen wir dabei auf die Förderung eines kompetenten und sicheren Umgangs mit den digitalen Medien.

Angesichts der großen Flüchtlingsströme nach Europa ist es uns zudem ein Anliegen, ankommenden Menschen eine Perspektive für einen gelungenen Neustart zu ermöglichen. Damit stärken wir die Zukunftsfähigkeit von Europa und unseres eigenen Unternehmens.

Ziele

  • Chancengleichheit fördern
  • Zugang zu Bildung schaffen

Maßnahmen

  • Bildungsprojekte
  • Hilfsmaßnahmen für Flüchtlinge

Kontrolle

  • Kennzahlen „Gesellschaftliches Engagement“

Menschen miteinander verbinden – dieses Ziel verfolgen wir nicht nur mit unseren Produkten und Diensten, sondern auch mit unserem gesellschaftlichen Engagement. Dabei bringen wir unsere Kernkompetenzen und unser Wissen als internationaler ICT-Konzern ein. Wir setzen uns dafür ein, dass Menschen unabhängig von Alter, Herkunft und Bildung an der Gesellschaft teilhaben können. Um Chancengleichheit zu fördern, unterstützen wir zum Beispiel im Rahmen unserer „Ich kann was!“-Initiative Projekte und Einrichtungen, in denen die individuellen Fähigkeiten von sozial- und bildungsbenachteiligten jungen Menschen gestärkt werden. Gleichzeitig fördern wir mit zahlreichen Projekten einen kompetenten und sicheren Umgang mit den digitalen Medien. In unserem Projekt „Meine Chance – ich starte durch“ ermöglichen wir ebensolchen Jugendlichen eine Ausbildung.

Wir unterstützen außerdem das soziale Engagement von jungen Menschen, beispielsweise im Rahmen unserer Hochschulkooperation „Enactus“, einem Coaching-Angebot für studentische Sozialprojekte. Die Deutsche Telekom Stiftung engagiert sich ebenfalls für Chancengleichheit und fördert mit zahlreichen Projekten den Erwerb von Kompetenzen in den sogenannten MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik).

2015 haben wir angesichts der Flüchtlingsströme nach Europa unser gesellschaftliches Engagement für die Flüchtlingshilfe ausgeweitet und an unseren europäischen Standorten entlang der Flüchtlingsrouten nach Bedarf verschiedene Hilfsangebote geschaffen.

Mit unserer „Ich kann was!“-Initiative vermitteln wir jungen Menschen Schlüsselkompetenzen für selbstständiges und selbstbewusstes Handeln und fördern so die Chancengleichheit innerhalb unserer Gesellschaft. Im Berichtsjahr sind mehr als 200 neue Projekte mit einem Fördervolumen von über 800 000 Euro hinzugekommen. Der Themenschwerpunkt 2015 lautete „Mein Umfeld erkunden, verstehen, gestalten“, bei dem sich Kinder und Jugendliche intensiv mit ihrem direkten Umfeld auseinandersetzen und ihre Umgebung aus ganz neuen Perspektiven kennenlernen konnten. Zahlreiche weitere kompetenzfördernde Projekte, etwa in den Bereichen Handwerk, Theater oder Geocaching, wurden von der Initiative ebenfalls unterstützt. Seit ihrem Start vor sechs Jahren wurden mittlerweile bundesweit über 900 Projekte mit einem Gesamtvolumen vonMillionen Euro durch die Initiative gefördert und damit mehr als 75 000 Kinder und Jugendliche erreicht.

Die „Ich kann was!"-Initiative im Film: Von Naturscouts, Kletterkurs, Fahrradwerkstatt und HipHop …

Angesichts der großen Herausforderungen, die die Flüchtlingshilfe mit sich bringt, hat unser Vorstand im August 2015 eine eigene Task Force gegründet. Sie bündelt unsere verschiedenen Hilfsmaßnahmen in Deutschland, um noch schneller und unbürokratischer unterstützen zu können:

  • Die Verbindung über E-Mail oder Messenger-Dienste ist meist die einzige Möglichkeit für die Menschen in Flüchtlingsunterkünften, mit Freunden und Familie in Kontakt zu bleiben. Bis Ende Februar 2016 haben wir bereits rund 68 Erstaufnahmeeinrichtungen mit kostenlosem WLAN img versorgt.
     
  • Wie beantrage ich Asyl? Wo kann ich Deutsch lernen? Darf ich arbeiten? Wo finde ich Hilfe? Antworten auf diese und viele weitere Fragen finden sich auf unserer Internet-Plattform „refugees.telekom.de“. Das Portal ermöglicht zudem die Kontaktaufnahme zu Helfern und Organisationen vor Ort. Es steht in acht Sprachen zur Verfügung und wird kontinuierlich weiter ausgebaut.
     
  • Wir haben 19 Telekom-Immobilien als Flüchtlingsunterkünfte angeboten.
     
  • Über die Plattform „careers4refugees.de“ für Flüchtlinge haben wir im Berichtszeitraum 77 Praktika bei der Deutschen Telekom ausgeschrieben und Stipendien für Studienplätze an der Hochschule für Telekommunikation in Leipzig angeboten. Bisher konnten wir so 35 Orientierungspraktika, 12 Schülerpraktika sowie sechs Stipendien für Studienplätze vergeben.
     
  • Um die hohe Anzahl von Asylanträgen bearbeiten zu können, entsenden wir Beamte auf ihren Wunsch an das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Über 800 Bewerbungen wurden bislang bei Vivento, dem Telekom-eigenen Personaldienstleister,  eingereicht. Fast 500 Beamte sind inzwischen beim BAMF tätig oder beginnen in Kürze ihren Einsatz. Auch weiterhin können Beamte zum Bundesamt wechseln.
     
  • Viele unserer Mitarbeiter helfen in Notunterkünften, begleiten bei Behördengängen oder spenden Kleidung und Geld. Über unsere Plattform engagement@telekom unterstützen wir dieses freiwillige Engagement: Bis Ende Februar 2016 wurden bereits mehr als 70 Hilfsprojekte initiiert, darunter ein bundesweiter Charity-Lauf mit über100 Teilnehmern an 16 Standorten, durch den mehr als 50 000 Euro zusammengekommen sind. Weitere Aktionen sind zum Beispiel gemeinsame Aktivitäten zur Integration und Deutsch-Sprachkurse. Aktuell führen Mitarbeiter Deutsch-Sprachkurse im Rahmen des Projekts „Ich will Deutsch lernen“ durch.
     
  • Wir arbeiten zusammen mit den Ministerien, Behörden, Volkshochschulen und allen Betreibern der Erstaufnahmeeinrichtungen wie Deutsches Rotes Kreuz, Caritas, Arbeiter-Samariter-Bund etc. Weiterhin besteht eine Kooperation mit dem Aktionsbündnis „Deutschland Hilft“ und seinen Partnern. Darüber hinaus arbeiten wir pragmatisch und zielorientiert mit über 30 Unternehmen eng zusammen.

An unseren europäischen Standorten entlang der Flüchtlingsrouten schaffen wir je nach Bedarf verschiedene Hilfsangebote. In vielen Ländern ermöglichen wir den Menschen zum Beispiel einen freien Internet-Zugang in Unterkünften, damit sie Kontakt mit Freunden und Verwandten halten können. Einige der Landesgesellschaften haben Spenden-Hotlines eingerichtet. Die OTE-Gruppe in Griechenland trug zum Beispiel durch die finanzielle Unterstützung der Küstenwache dazu bei, dass bereits 74 000 Menschen aus Seenot gerettet werden konnten. T-Mobile Austria engagiert sich schon seit 2010 in der Flüchtlingshilfe, unter anderem, um jungen Flüchtlingen eine Perspektive zu geben. 10 Prozent der Ausbildungsplätze in den österreichischen T-Mobile Shops sind seitdem für junge Flüchtlinge reserviert, die ohne Familie ins Land kommen und von dem Verein lobby.16 betreut werden. Dieser kümmert sich um die Aus- und Weiterbildung von unbegleiteten jugendlichen Flüchtlingen.

Seit Beginn der Task Force haben wir viele wertvolle Erfahrungen gesammelt und zum Jahresende 2015 ein erstes positives Fazit gezogen. 2016 sollen die Hilfsmaßnahmen fortgeführt werden.

Eine Übersicht über das Engagement der internationalen Landesgesellschaften finden Sie in der Grafik:

Die Deutsche Telekom Stiftung fördert zahlreiche Projekte im MINT-Bereich, um die mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen Kompetenzen junger Menschen auszubauen und sie für entsprechende Berufsbilder zu begeistern. Ein herausragendes Beispiel ist die 2005 gestartete Junior-Ingenieur-Akademie (JIA). Sie unterstützt Gymnasien und Gesamtschulen in Deutschland, ein klassisches MINT-Profil zu entwickeln. Bis Ende 2015 waren bereits 75 Schulen in das JIA-Netzwerk eingebunden, insgesamt wurden seit Projektbeginn rund500 Schülerinnen und Schüler erreicht. Ab 2016 werden die Junior-Ingenieur-Akademien technikbezogene Schulpartnerschaften in Mittel-, Ost- und Südosteuropa aufbauen.

„Mathe sicher können“
Rund 20 Prozent der Jugendlichen in Deutschland können am Ende ihrer Regelschulzeit nur auf Grundschulniveau rechnen; das hat unter anderem die PISA-Studie ergeben. Um Schülerinnen und Schülern frühzeitig zu helfen, hat die Deutsche Telekom Stiftung 2010 das Projekt „Mathe sicher können“ ins Leben gerufen. Das Projekt entwickelt, erprobt und verbreitet spezielle Unterrichtsmaterialien für die Sekundarstufe I. Ergänzt werden diese durch bundesweite Fortbildungen für Lehrkräfte am Deutschen Zentrum für Lehrerbildung Mathematik. Die Wirkung der Materialien wird künftig regelmäßig evaluiert. Dazu wurden im Berichtszeitraum die Mathematikkompetenzen von500 Schülerinnen und Schülern getestet und ihre Lehrkräfte befragt. Dabei haben wir einen erstaunlich hohen Förderbedarf ermittelt – an einigen Schulen bis zu 80 Prozent der Schüler einer Klasse. Die Gesamtauswertung der Kompetenzmessung liegt seit Ende 2015 vor. Sie dient als „Nullwert“ für künftige weitere Untersuchungen, um Fortschritte zu ermitteln. Mit weiteren Tests 2016 und 2017 soll untersucht werden, ob die Schülerinnen und Schüler ihre erworbenen Kompetenzen langfristig aufrechterhalten. Zeitgleich zur Evaluation werden die Unterrichtsmaterialien weiter verbreitet.

MINTeinander
Das 2013 gestartete Projekt „MINTeinander“ zielt darauf ab, mit eigens entwickelten Lehrmaterialien von der Kita bis zur Schule MINT-Kompetenzen zu vermitteln. Die zweite Projektausschreibung im Herbst 2015 richtete sich an Kitas, Grundschulen und weiterführende Schulen, die in ihrer Region mit anderen Einrichtungen zusammenarbeiten und gemeinsam ihre naturwissenschaftlichen Profile stärken möchten. Zusammen mit den ausgewählten neuen Einrichtungen werden seit Januar 2016 nun insgesamt 291 Kitas, Grund- und weiterführende Schulen unterstützt, die in 61 Kita-Schul-Verbünden zusammenarbeiten – darunter je ein Verbund aus Argentinien und den USA. Jede Einrichtung erhält ein Experimentierset zum Thema „Magnetismus“ und didaktisches Begleitmaterial, das von einem Expertenkreis an der Universität Münster entwickelt wurde. Für die Fach- und Lehrkräfte der neuen Einrichtungen gibt es kostenlose Fortbildungen durch erfahrene Fach- und Lehrkräfte des Netzwerks. Die Stiftung wird im September 2016 erneut eine Ausschreibung starten: Dann können sich Kita- und Schul-Verbünde um Materialien zum Thema „Schwimmen und Sinken“ bewerben.

Junior Science Café
Wie viel Forschung steckt in einem Smartphone? Wie kommunizieren wir in 20 Jahren? Im Projekt „Junior Science Café“ (JSC) organisieren Schüler im Alter von 14 bis 18 Jahren Gesprächsrunden mit Experten, um sich mit ihnen in lockerer Atmosphäre über wissenschaftliche Fragestellungen auszutauschen. Die Eigeninitiative der Schüler steht dabei im Vordergrund: Sie wählen das Thema und die Experten, planen und moderieren die Gesprächsrunde und werden so an wissenschaftliche Themen herangeführt.

Das Projekt, das die Deutsche Telekom Stiftung in Kooperation mit der Wirtschaftsinitiative „Wissenschaft im Dialog“ durchführt, zog 2015 eine positive erste Bilanz: Insgesamt nahmen im Berichtszeitraum etwa 30 Schulen bundesweit am Projekt teil, 18 Café-Veranstaltungen haben stattgefunden. Die Schülerinnen und Schüler haben rund 50 Experten in ihre Schulen eingeladen und mit ihnen zu Themen wie digitale Forensik, Kommunikation in der Luft- und Raumfahrt oder Smart Home img diskutiert. Etwa300 Besucher konnten bei den Gesprächsrunden begrüßt werden.

Neues Projekt: Die MINT-Vorlesepaten
Was passiert bei einem Vulkanausbruch und wie funktioniert ein Navigationssystem? Viele naturwissenschaftliche und technische Phänomene lassen sich über spannende Geschichten erklären und erzählen. An diesem Punkt setzt die neue Kooperation der Deutsche Telekom Stiftung mit der Stiftung Lesen an. Ziel der Zusammenarbeit ist es, bundesweit ehrenamtliche MINT-Vorlesepaten zu gewinnen, die Kinder im Alter von drei bis zehn Jahren für Bücher mit mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen Inhalten begeistern. Hierfür erarbeiteten die Stiftungen eine spezielle Liste mit MINT-Medientipps, die sowohl klassische Bücher als auch digitale Angebote wie Apps und animierte E-Books enthält. Anlässlich des Internationalen Tags des Ehrenamts fiel der Startschuss der Kooperation mit einer Vorlesestunde in der Zentrale der Telekom. Daran nahmen neben Konzernchef Timotheus Höttges auch Prof. Wolfgang Schuster, Vorsitzender der Deutsche Telekom Stiftung, und Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen, teil.

Ab 2016 werden die ehrenamtlichen Vorlesepaten über Präsenz- und Online-Formate geschult. Sie können dann auf Einrichtungen wie Kitas und Grundschulen zugehen, um dort mit den Kindern zu arbeiten. Auf Wunsch unterstützt das Netzwerk Vorlesen der Stiftung Lesen auch bei der Suche nach geeigneten Einrichtungen. Die Telekom bietet ihren Beschäftigten an, sich im Rahmen von Social Days als ehrenamtliche Vorlesepaten zu engagieren. 2015 haben sich bereits 50 Beschäftigte an dem neuen Projekt beteiligt.

Seit mehreren Jahren unterstützt das Center for Strategic Projects (CSP) der Telekom das internationale Studierendennetzwerk Enactus. Wir beraten das Studierendenteam WHU Otto Beisheim School of Management bei der Umsetzung eigener Projekte und Geschäftsideen im sozialen und ökologischen Bereich.

Seit Mitte 2015 übernimmt die Telekom eine neue Rolle als „Enactus Inkubator“. In dieser Rolle bauen wir neu gegründete Studierendenteams mit Methodentrainings, Coachings und Vernetzungsangeboten systematisch auf.

Aktuell wird so die Projektarbeit des Enactus-Teams der WHU Otto Beisheim School of Management in Vallendar unterstützt – mit Erfolg. Das von uns gecoachte Team an der WHU Vallendar hat im Berichtszeitraum mit dem Projekt „2nd Home“ den „Rookie Award“ als bestes Nachwuchsteam beim Enactus National Cup 2015 gewonnen. Mit dem Projekt werden Asylbewerber zu Pflegefachkräften ausgebildet, erhalten Deutschunterricht und bekommen so eine neue berufliche Perspektive. Die Caritas, das Deutsche Rote Kreuz und die Arbeiterwohlfahrt unterstützen das Projekt.

Auch bei der übergreifenden Weiterentwicklung aller Studierendenteams unterstützt die Telekom. Beim Enactus-Teamwochenende im Dezember 2015 bekamen die Projektleiter von über 40 Enactus-Studierendenteams in Deutschland einen guten Überblick über nützliche Methoden für die Durchführung eines Projekts. Die Telekom stellte den Studierenden erprobte Projektmanagementmethoden vor und teilte Erfahrungen aus strategischen Transformationsprojekten der Deutschen Telekom mit ihnen.

Als Partner und Sponsor der gemeinnützigen Organisation War Child unterstützt T-Mobile Netherlands Bildungsinitiativen für Kinder in Kriegsgebieten, insbesondere im Libanon. Dies erfolgt mithilfe eines finanziellen Zuschusses, kostenloser Beratungsleistungen und Spendenaktionen von Mitarbeitern.

Mit etwa 600 teilnehmenden Mitarbeitern, der Unterstützung von rund 25 000 Kindern und Einnahmen in Höhe von fast 350 000 Euro konnte T-Mobile Netherlands 2015 sein Engagement für War Child sehr erfolgreich gestalten.

2015 stellte T-Mobile Netherlands erneut ein Spenden-Callcenter für War Child bereit, unter anderem für die entsprechende Fernsehshow. Es konnten über 10 000 Freunde (monatliche Spender) gewonnen werden, denen von den 400 ehrenamtlichen Callcenter-Mitarbeitern weitergeholfen wurde.

Der Libanon und der Krieg in Syrien
Rund 1,5 Millionen syrische Kinder sind vor dem syrischen Bürgerkrieg in Nachbarländer wie den Libanon, die Türkei und Jordanien geflohen. Seit Beginn des Konflikts sind syrische Kinder heftigen Kampfhandlungen ausgesetzt, werden illegal gefangen gehalten und sexuell missbraucht. War Child bietet syrischen Flüchtlingskindern Schutzzonen und psychosoziale Betreuung. Dabei werden auch Eltern und Betreuer miteinbezogen. Ein Großteil der 2015 von T-Mobile Netherlands gesammelten Spenden ging in den Libanon. Eine Delegation von T-Mobile-Mitarbeitern besuchte den Libanon, um sich vor Ort selbst ein Bild von der exzellenten Arbeit von War Child zu machen und zu erfahren, wie War Child dank der Unterstützung durch ihr Unternehmen Kindern und deren Familien helfen kann. Das Unternehmen stattete zudem War Child-Mitarbeiter mit Mobilfunkgeräten zum Nulltarif aus.

Vluchtelingewerk Nederland
Seit zwölf Jahren unterstützt T-Mobile Netherlands die Hilfseinsätze von War Child in Kriegsgebieten. Angesichts der aktuellen Flüchtlingskrise hat man sich nun dazu entschieden, zusätzlich auf regionaler Ebene eine Partnerschaft mit dem „Vluchtelingenwerk Nederland“ (Flüchtlingswerk Niederlande) einzugehen. Das Unternehmen spendete für die ersten 10 000 Flüchtlinge Handys und Prepaid-Karten mit einem Guthaben von 10 Euro für Daten- oder Sprachdienste. Im Rahmen der Social SIMs-Initiative (siehe oben) wurden die Besitzer dieser SIM-Karten außerdem zu Bewerbertrainings und Soft-Skill-Schulungen eingeladen. Zudem erhielten sie Apps, die ihnen dabei helfen, sich in den Niederlanden zurechtzufinden.

Die Partnerschaft zwischen dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen UNICEF und der Stiftung Telekom for Macedonia soll auf die Bedeutung der kindlichen Früherziehung aufmerksam machen. Gerade in den ersten fünf Lebensjahren verläuft die kindliche Entwicklung besonders schnell. So ist erwiesen, dass Kinder, die an guten Vorschulprogrammen teilnehmen, später in der Schule und im Leben allgemein erfolgreicher sind. Aus diesem Grund sollen im Rahmen der gemeinsamen Initiative Zentren für frühkindliche Entwicklung eröffnet werden, damit sozial benachteiligte Kinder dieselben Startbedingungen ins Leben erhalten wie Gleichaltrige, die Kindergärten besuchen.

Die neuen Zentren für frühkindliche Entwicklung werden in erster Linie in ländlichen Gebieten eingerichtet, weil es dort weitaus weniger Kindergärten gibt als in Städten. Zehn dieser Zentren mit insgesamt knapp 400 Kindern sind bisher eröffnet worden.

Die Stiftung Telekom for Macedonia trug mit einer ersten Geldspende in Höhe von 50 000 US-Dollar (46 000 €) zur Finanzierung der neuen Zentren bei und stiftete außerdem einen Teil der Einnahmen, die mit dem Versand von SMS-Nachrichten zu Silvester erzielt wurden.

Ich interessiere mich für das Engagement der Telekom im Bereich...