• Verantwortung leben. Nachhaltigkeit ermöglichen.
  • Corporate Responsibility Bericht 2015
Corporate Responsibility Bericht 2015

Ausbildung und Entwicklung

In den kommenden Jahren wird der Bedarf an gut qualifizierten Fachkräften in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) weiter steigen. Dies betrifft vor allem Geschäftsfelder wie Cloud, Big Data, Cyber Security und Industrie 4.0 img. Mit unseren umfassenden Aus- und Weiterbildungsangeboten beugen wir dem zunehmenden Fachkräftemangel vor, stärken die Wettbewerbsfähigkeit unseres Unternehmens und bereiten uns auf die digitale Zukunft vor.

Ziele

  • Qualifizierung und Leistungsfähigkeit unserer Beschäftigten fördern

Maßnahmen

  • Ausbildungsangebote
  • Weiterbildungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten
  • Führungskräfte-Entwicklung
  • Talentprogramme
  • Digitale Lehr- und Lernformen
  • Instrumente zur Leistungsbeurteilung

Kontrolle

  • Ausbildungsquote
  • Beteiligung an Weiterbildungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten
  • Anteil digitaler Lernformate
  • Mitarbeiterzufriedenheit

Unser Ziel ist es, Talente bei den Nachwuchskräften bereits frühzeitig zu identifizieren und für uns zu gewinnen. Aus diesem Grund fördern wir umfänglich ihre Aus- und Weiterbildung. Als Zielmarke haben wir bis 2015 eine jährliche Ausbildungsquote von 2,9 Prozent der Belegschaft in Deutschland festgeschrieben. Wir gehören mit derzeit zehn Ausbildungsberufen und acht dualen Studiengängen zu den größten Ausbildungsunternehmen in Deutschland. Eine Vielzahl an Entwicklungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten für unsere Fach- und Führungskräfte ergänzt unser Angebot. Die Telekom fördert damit konsequent den Gedanken des lebenslangen Lernens.

Wichtige Grundlagen für unser Ausbildungsprogramm und unsere Weiterbildungs- & Entwicklungsmaßnahmen bilden die Employee Relations Policy, die Guiding Principles und die Leadership Principles.

Bildung@Telekom

Education 3.0 erfolgreich abgeschlossen
Ziel unserer 2015 abgeschlossenen Initiative „Education 3.0“ war es, unsere Angebote noch stärker am zukünftigen strategischen Bedarf der Telekom auszurichten. Für das Thema Big Data haben wir beispielsweise ein vollständig neues Bildungsportfolio entwickelt. Außerdem wurde die 2014 gestartete Weiterbildung zum Cyber Security Professional um das Thema „Usable Privacy & Security“ ergänzt. Gleichzeitig haben wir in diesem Rahmen das digitale Lernen über die gesamte Bildungskette vorangetrieben – von der Ausbildung über das duale Bachelorstudium bis hin zum berufsbegleitenden Master.

Digitales Lernen fördern
Seit vielen Jahren fördern wir das digitale Lernen in unserem Konzern. Circa 30 Prozent aller Lernstunden erfolgen inzwischen digital, Tendenz steigend. Dabei kombinieren wir bestehende Angebote vom freien Markt mit selbst entwickelten Produkten zu konzernspezifischen Inhalten. Ein Beispiel ist das „All IP img Basistraining“, ein 90-minütiges webbasiertes Training. Es wird allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern angeboten und vermittelt grundlegendes IP-Wissen. Bis Jahresende 2015 wurde dieses Training rund700 Mal national und international aufgerufen. Vermehrt setzen wir auch auf informelles digitales Lernen: So tauschen sich Experten in digitalen Communitys zu Zukunftsthemen aus: Derzeit gibt es rund 40 internationale Experten-Communitys, davon 17 mit Fokus auf die strategischen Geschäftsfelder der Deutschen Telekom. Bei T-Systems nutzen die Community-Mitglieder das digitale Lernformat „Virtuelle Zusammenarbeit“, um die segment-, länder- oder hierarchieübergreifende Kollaboration zu fördern.

Konzernweite Führungskräfte-Entwicklung
Mit unserem Führungskräfte-Entwicklungsprogramm LEAD (Leadership Excellence and Development) bieten wir allen Führungskräften des Konzerns Zugriff auf ein einheitliches Angebot an geschäftsnahen und strategisch relevanten Lernformaten. Das Portfolio deckt zentrale Themen ab, mit denen Führungskräfte bei ihren Herausforderungen im täglichen Geschäft unterstützt oder in ihrer Führungsrolle und Teamverantwortung gestärkt werden. Grundlage dafür bilden unsere Führungsgrundsätze zur Zusammenarbeit („Collaborate“), Innovation („Innovate“) und Leistungsförderung („Empower to perform“).

Instrumente zur Leistungsbeurteilung
Der „Performance Dialog“ ist unser Instrument zur Leistungsbeurteilung für obere Führungskräfte. Aktuell wird die Leistung von rund800 oberen Führungskräften mit diesem Instrument bewertet. Dabei fließen nicht nur Kennzahlen zu gesteckten Zielen ein – es wird auch begutachtet, auf welche Weise die Führungskraft diese Ziele erreicht hat. Neben einer Selbsteinschätzung geben Kolleginnen und Kollegen ebenfalls eine Beurteilung ab. Unsere bisherigen Instrumente „Compass“ für tariflich Beschäftigte und Beamte in Deutschland sowie das in Deutschland für außertarifliche Mitarbeiter gültige „Performance & Potential Review“, das ebenfalls in vielen Landesgesellschaften zum Einsatz kommt, sind auch weiterhin im Konzern verankert.

Wirksamkeit überprüfen
Wir überprüfen die Wirksamkeit unserer Maßnahmen in der Aus- und Weiterbildung kontinuierlich und systematisch. Dazu nutzen wir standardisierte Befragungen im Rahmen unseres sogenannten Qualitätskreislaufs, der über ein monatliches Reporting eine regelmäßige Gesamtbetrachtung der Aus- und Weiterbildungsqualität ermöglicht. Beispielsweise verfügt unser berufsbegleitendes Studienangebot „Bologna@Telekom“ mittlerweile über eine Qualitätssicherung vom Bewerbungsprozess bis hin zum Absolventenmanagement. Die Evaluation unserer Aus- und Weiterbildung ist darüber hinaus ebenfalls Bestandteil der regelmäßigen Mitarbeiterbefragung. Überdies ergänzen wir unsere Standardreportings und Befragungen bei besonderen Anlässen um weitere Instrumente. Im Rahmen der konzernweiten Initiative „Lead to Win“ haben wir 2015 bei T-Systems alle 805 oberen Führungskräfte zu unserer Führungskultur befragt. Eine Teilnahmequote von 75 Prozent zeigt, dass dieses Thema unseren Führungskräften wichtig ist. 66 Prozent bewerteten die Zusammenarbeit innerhalb der eigenen Business Unit als positiv. Besonders wertvoll ist das Feedback aus über 400 persönlichen Kommentaren. Die Ergebnisse der Befragung werden genutzt, um die Führungskultur bei T-Systems weiter zu stärken.

Die unternehmenseigene Hochschule für Telekommunikation in Leipzig (HfTL) engagiert sich in vielfältigen Projekten für die akademische Ausbildung von Experten für den Telekommunikationsmarkt und die Förderung des MINT-Nachwuchses.

Neuer Bachelorstudiengang „Angewandte Informatik“
Mit Beginn des Wintersemesters 2015/2016 startete an der HfTL der duale Bachelorstudiengang Angewandte Informatik. Schwerpunkte des Studiums sind neben Grundlagen der Informatik vor allem zukunftsorientierte Technologien und deren praxisbezogene Anwendung. In den Profilierungsmodulen können sich die Studierenden auf Gebieten wie der Programmierung von Apps für Smartphones, der Programmierung von Datenbanken oder dem Management von komplexen Netzwerken fachlich weiterentwickeln. Innovative Konzepte und Technologien der Anwendungsentwicklung und des Datenmanagements werden vertieft und praxisnah umgesetzt. Der Studiengang wird im Wintersemester 2016/2017 mit einer deutlich höheren Zahl von Studienplätzen fortgeführt.

Studienangebote für Flüchtlinge
Die HfTL bietet Flüchtlingen seit dem Wintersemester 2015/2016 direkte und berufsbegleitende Bachelor- und Masterstudiengänge an. Unterrichtssprache der Bachelorstudiengänge ist Deutsch, der Masterstudiengang Informations- und Kommunikationstechnik wird auch in einer englischsprachigen Variante angeboten. Als Studierende der HfTL erhalten die Flüchtlinge das Stipendienprogramm „MINT-Bonbon“ und bezahlen somit keine Studiengebühren. Zusätzlich werden die Kosten für mögliche Deutsch- oder Fachkurse sowie die Semesterbeiträge und die notwendige IT-Ausstattung übernommen. Die Berufsinformationszentren der Bundesagentur für Arbeit und karitativ tätige Vereine informieren über das Angebot. Zum Start des Wintersemesters 2015/16 haben sieben Flüchtlinge aus Syrien ein Bachelorstudium aufgenommen. 2016 wird das Engagement mit weiteren Studierenden fortgesetzt.

Wettbewerb statt Vorlesung
Im Wintersemester 2015/2016 beteiligten sich mehr als 200 Studierende der HfTL am 2. Software-Engineering-Wettbewerb. Erstmals nahmen auch Kommilitoninnen und Kommilitonen aus berufsbegleitenden Studiengängen der Fachgebiete Wirtschaftsinformatik und Kommunikations- und Medieninformatik teil. Der Wettbewerb ruft Studierende auf, innovative Lösungen für aktuelle Problemstellungen der Telekommunikationsbranche und anderer Wirtschaftszweige zu entwickeln. Die Projekte sind breit gefächert: von Webanwendungen für Vereine oder Apps für die Erstellung von Musiktiteln über die Budgetplanung einer Wohngemeinschaft bis hin zur Entwicklung einer Community-App img für das Ausleihen von nicht benötigten Geräten. Bewertet werden die studentischen Projekte nach festgelegten Kriterien durch eine hochschulinterne Jury. Das Siegerteam gewinnt die Teilnahme an einem IT-Sicherheits-Workshop der T-Systems MultiMedia Solution aus Dresden. Weitere Preise sind ein Workshop zur Software-Entwicklungsmethode „Scrum“ oder die Mitarbeit in einer studentischen Unternehmensberatung.

Die Telekom ist immer auf der Suche nach technikaffinen und kreativen Köpfen, die mit uns die digitale Welt von morgen gestalten wollen. Um die besten Arbeitskräfte auch über Ländergrenzen hinweg für uns zu gewinnen und die internationale Zusammenarbeit zu stärken, werden wir 2016 unsere dezentralen Recruitingeinheiten in einer globalen Organisation bündeln.

Mit kreativen, zielgruppenspezifischen Auftritten in sozialen Medien und anderen außergewöhnlichen Initiativen wie beispielsweise „Leave your Mark“ und „Blind Applying“ haben wir uns in den vergangenen Jahren konsequent als attraktiver Arbeitgeber positioniert. Das belegt auch die Potentialpark-Studie Online-Talent Communication 2015, die unsere Karriereseiten als den besten Arbeitgeberauftritt Deutschlands bewertete.

Um dem Fachkräftemangel im MINT-Bereich zu begegnen und junge Frauen gezielt für MINT-Studienfächer zu begeistern, loben wir seit 2013 den Frauen-MINT-Award aus – gemeinsam mit dem Studierendenmagazin audimax und der Initiative „MINT img – Zukunft schaffen“. Prämiert werden die überzeugendsten Abschlussarbeiten in den Wachstumsfeldern: Netze der Zukunft, Industrie 4.0 img, Cyber Security, Automotive Technologies oder Digital Universe. Die Siegerarbeit zum Thema „Dynamische Anpassung der Mobilfunkzellengröße und Koordination von Zwischenzellinterferenzen in heterogenen LTE-Netzen“ wurde mit000 Euro prämiert, außerdem wurde in jeder der fünf Kategorien eine weitere Arbeit mit 500 Euro ausgezeichnet.

Ein wesentlicher Baustein bei der Kandidatensuche ist für uns das sogenannte Active Sourcing, also eine aktive Ansprache von potenziellen Kandidaten beispielsweise über Netzwerke, Messen und Events. So können wir schnell und authentisch mit Kandidaten persönlich in Kontakt treten. Das schafft Vertrauen und hilft uns, Stellen schneller und günstiger mit Top-Kandidaten zu besetzen.

Unser internationales Traineeprogramm „Start up!“ bietet jungen Menschen mit Unternehmermentalität und Offenheit für Neues und Innovationen einen qualifizierten Einstieg bei der Telekom in Deutschland. Für das Traineeprogramm wollen wir vor allem Absolventinnen und Absolventen der MINT-Studiengänge gewinnen. Im Berichtszeitraum haben wir 31 Hochschulabsolventinnen und -absolventen in das Traineeprogramm aufgenommen, davon rund 45 Prozent Frauen. Über einen Zeitraum von 15 bis 18 Monaten lernen die Trainees verschiedene Unternehmensbereiche im In- und Ausland kennen und übernehmen dabei anspruchsvolle Projektaufgaben in wechselnden Geschäftsfeldern. Erfahrene Mentorinnen und Mentoren begleiten die Trainees. Abgerundet wird das Programm durch innovative Trainingsformate und Veranstaltungen. Ein Beispiel ist die Start up! Learning Company, mit der wir im Dezember 2015 den „HR Excellence Award“ in der Kategorie „Konzerne Talentmanagementprogramm“ gewonnen haben. In der Start up! Learning Company lernen die Nachwuchskräfte in einer Projektsimulation, wie sie trotz Widerständen Veränderungen vorantreiben können.

Wir stehen für Weltoffenheit und setzen uns für Vielfalt ein. Auch bei unseren Nachwuchskräften gehen wir daher auf unterschiedlichste Leistungsniveaus und Bedürfnisse ein:

  • Jugendliche mit Migrationshintergrund stehen je nach Einwanderergeneration oder Herkunftsland häufig besonderen Problemen auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt gegenüber. Wir sehen in ihnen eine Chance: Bereits heute haben 8,1 Prozent der bei uns beschäftigten Auszubildenden und dual Studierenden eine andere Nationalität als deutsch, insgesamt sind 69 Nationen vertreten. Seit 2015 bieten wir im Rahmen der Flüchtlingsinitiative des Konzerns auch konkret Schülerpraktika für Flüchtlinge an.
  • 2009 starteten wir mit der Bundesagentur für Arbeit das Projekt „Meine Chance – ich starte durch“ zur Einstiegsqualifizierung. Dabei werden benachteiligte Jugendliche auf eine Ausbildung bei der Telekom vorbereitet. Die bisherige Bilanz ist positiv: Von den zwischen 2009 und 2014 gestarteten 564 Praktikantinnen und Praktikanten konnten bereits 401 eine Ausbildung bei uns beginnen, davon haben wir 93 ins erste Ausbildungsjahr und 308 direkt ins zweite Ausbildungsjahr übernommen. 2015 wurden erneut rund 70 Praktikantinnen und Praktikanten eingestellt.
  • Bereits seit 2011 bieten wir Alleinerziehenden in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit die Möglichkeit, eine Ausbildung oder ein duales Studium in Teilzeit zu absolvieren. 2015 begannen 50 junge Menschen eine solche Teilzeitausbildung.
  • Um Diversität in der Ausbildung zu fördern, setzen wir uns außerdem für eine Erhöhung des Frauenanteils in technischen dualen Studiengängen ein. Während wir 2010 noch einen Frauenanteil von 11 Prozent verzeichneten, liegt er heute bei 23,5 Prozent.
  • Rund ein Prozent unserer Auszubildenden hat eine Schwerbehinderung – im Vergleich zum Gesamtanteil Schwerbehinderter in der Gesellschaft bilden wir hier überproportional aus.

Mit unseren Programmen „Young IT Talents“ und „Young Sales Talents“ fördern wir gezielt leistungsstarke Auszubildende und dual Studierende in den Bereichen IT, Vertrieb und Kundenberatung. Die Teilnehmenden erhalten die Chance, anspruchsvolle Kundenprojekte zu übernehmen und sich bei Fach- und Schulungsveranstaltungen sowie in nationalen und internationalen Wettbewerben umfassend weiterzuqualifizieren.

Mit der 2014 gestarteten berufsbegleitenden Weiterbildung zum Cyber Security Professional (IHK) schließt die Telekom eine Lücke auf dem deutschen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. Laut einer Studie des Branchenverbands BITKOM sind Datenschutzexperten auf dem hiesigen Markt nur äußerst schwer zu finden. Es gebe keine Berufsausbildung und kaum Studiengänge, um die benötigten Kompetenzen zu erwerben. Im September 2014 startete die Telekom daher erstmals eine zweieinhalbjährige berufsbegleitende Weiterbildung, die sich an Auszubildende und dual Studierende der Telekom richtet. Diese können sich nach Abschluss ihres jeweiligen Ausbildungsgangs dafür bewerben. Klassische Angebote der betrieblichen Weiterbildung werden dabei mit Studienmodulen und betrieblichen Lernphasen kombiniert. Der Lehrgang schließt mit einem IHK-Zertifikat für IT-Sicherheitsfachkräfte ab.

2015 ging die Weiterbildung zum Cyber Security Professional mit zehn ausgewählten Teilnehmerinnen und Teilnehmern in die zweite Runde. Das Programm wird stark nachgefragt: 300 Absolventinnen und Absolventen bewarben sich 2015 um die Teilnahme. 2016 wird die dritte Generation Nachwuchskräfte mit dem Programm starten. Darüber hinaus können ab 2016 auch berufserfahrene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das IHK-Zertifikat in einem komprimierten Weiterbildungsgang erzielen. Mit dem Konzept gewann die Deutsche Telekom Anfang 2016 den Wettbewerb um den IHK-Bildungspreis des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) in der Kategorie „Großunternehmen“.

Eine besondere Bedeutung kommt dem Thema „Usable Security and Privacy“ zu. 2015 haben wir unter Einbeziehung der Expertise des Fraunhofer-Instituts für Kommunikation, Informationsverarbeitung und Ergonomie (FKIE) ein ergänzendes Weiterbildungsangebot, das den menschlichen Faktor der IT-Sicherheit in den Fokus rückt, entwickelt und in das Angebot integriert. Ferner können seit 2015 unsere Mitarbeiter das Zertifikat zum „Netzwerkforensiker“ im Rahmen einer Seminarreihe erwerben, das mit verschiedenen Hochschulen entwickelt wurde.

Engagierte, ICT-affine und serviceorientierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tragen unseren Geschäftserfolg. Entsprechend wichtig ist es, diese Talente an uns zu binden, sie zu fördern, einzubeziehen und weiterzuentwickeln. Mit unserem globalen Talentmanagement legen wir die Grundlage für die Nachfolgeplanung und Platzierung von Talenten in unserem Unternehmen.

„Talents@Telekom“
Talente, die den nächsten Karriereschritt planen oder bei strategischen Projekteinsätzen Erfahrungen sammeln wollen, können sich auf der Online-Plattform „Talents@Telekom“ mit ihrer Vita registrieren und präsentieren. Beschäftigte aus dem Personalbereich greifen konzernweit darauf zu und nehmen Kontakt zu den Talenten auf. Mit mehr als 550 Mitarbeiterprofilen, davon rund 24 Prozent Frauen und 36 Prozent internationale Kolleginnen und Kollegen, fiel die Resonanz im Berichtsjahr etwas geringer aus als im Jahr zuvor. Die Plattform ist ein hilfreiches Instrument, um konzernübergreifend die Besetzung von Stellen zu vereinfachen und die Sichtbarkeit der Talente zu erhöhen. Außerdem fördert sie die Rotation von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zwischen den verschiedenen Geschäftsbereichen, Landesgesellschaften und Funktionen und leistet so einen wichtigen Beitrag zur Vielfalt im Konzern.

Talent-Konferenz „Light up“ bietet Gelegenheit zum Austausch
Unter dem Motto „Light up“ bzw. „Setze dein eigenes Talent ins richtige Licht!“ trafen sich im September rund 300 Talente aus 20 Ländern in Bonn zur Talent-Konferenz. Sie konnten sich über wirksame Strategien informieren, die ihnen helfen, ihre Karriere weiterzuentwickeln. Außerdem bot die Veranstaltung Gelegenheit, sich zu vernetzen. Rund 100 Top-Führungskräfte der verschiedenen Geschäftsbereiche des Konzerns waren als Gäste der Konferenz geladen.

T-Systems-Initiative „Connect-2-Change“: Dialog mit Leistungsträgern
Die Initiative „Connect-2-Change“ wurde 2014 für die Dauer der zweijährigen Transformation der T-Systems ins Leben gerufen. Ziel ist es, das Potenzial der Leistungsträger innerhalb von T-Systems wertzuschätzen und ihre Bindung an das Unternehmen zu stärken. Rund 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren im Berichtszeitraum eingeladen, auf Konferenzen außerhalb ihres regulären Arbeitsumfelds an den Transformations- und Zukunftsthemen der T-Systems mitzuwirken. Im intensiven Austausch mit dem Management und in Arbeitsgruppen konnten sie ihre Erfahrung und ihr Know-how aus der täglichen Arbeit einbringen und an der strategischen Ausrichtung spiegeln. Das gemischte Format aus Information, Austausch, Networking und interaktiven Elementen kam gut an: 98 Prozent bewerteten das Programm mit sehr positiv. 96 Prozent bestätigten, dass es die Wertschätzung und Bindung an das Unternehmen steigert. Auch das Management bewertete die Initiative als sehr positiv.

„International Career Management Programm“ fördert internationalen Austausch
2014 startete das „International Career Management Programm“ des Geschäftsbereichs Europa & Technik. Ziel ist es, den Austausch von Talenten zu fördern und internationale Karrierepfade zwischen den Landesgesellschaften dauerhaft zu etablieren. Im Berichtszeitraum wurden mehr als 120 Führungskräfte und Fachexperten in mehrmonatigen Einsätzen zwischen den Gesellschaften ausgetauscht. Während die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Kompetenzen in einem internationalen Umfeld weiterentwickeln konnten, profitierten die Fachbereiche vom Wissens- und Erfahrungsaustausch und der stärkeren Vernetzung. So konnte der interne Talentmarkt weiter ausgebaut werden.

Delight your Customer: Die Talent- und Innovationsplattform der Telekom Deutschland
Die Veranstaltungsreihe „Delight your Customer“ ist seit 2011 eine Talent- und Innovationsplattform der Telekom Deutschland. Sie richtet sich an Leistungs- und Potenzialträger, die aus unseren Instrumenten zur Leistungsentwicklung „Compass“ und „Performance & Potential Review“ hervorgegangen sind. Thematisch stehen die Kundenorientierung und aktuelle Megatrends, wie die zunehmende Digitalisierung der Arbeitswelten, im Mittelpunkt. In Workshops wird zum Beispiel mit realem Kundenfeedback gearbeitet, um die Service-Qualität zu steigern.

2015 fanden unter dem Motto „Digitale Welten erleben!“ drei zweitägige „Delight your Customer“-Events in Bad Neuenahr statt. Rund000 Teilnehmer der Telekom Deutschland trafen sich dort, um sich zu vernetzen und innovative Ideen zu entwickeln. Auf dem Programm standen Workshops und Vorträge zu Themen wie Big Data, Design Thinking, M2M oder agiles Arbeiten. Mit „Delight your Customer“ fördert die Telekom Deutschland gezielt den abteilungs- und funktionsübergreifenden Austausch. Die Veranstaltung stößt auf positive Resonanz, 97 Prozent der Teilnehmer waren 2015 sehr zufrieden oder zufrieden.

Der 2014 eingeführte „Performance Dialog“ ist ein Instrument zur Leistungsentwicklung für obere Führungskräfte. Er wurde im Berichtszeitraum auf alle leitenden Angestellten ausgeweitet.

Der Performance Dialog sieht einen kontinuierlichen Austausch zwischen der Führungskraft und ihrem Vorgesetzten vor. Die enge Begleitung und intensive Reflexion des Führungsverhaltens soll zur Leistungsverbesserung und zu einer höheren Transparenz des Bewertungsprozesses beitragen. Grundlage der Leistungsbeurteilung sind die Guiding Principles sowie unsere 2014 neu eingeführten Leadership Principles: Zusammenarbeit („Collaborate“), Innovation („Innovate“) und Leistungsförderung („Empower to perform“). Neben dem direkten Vorgesetzten bewerten auch Kolleginnen und Kollegen das Führungsverhalten. Auch diese Bewertungen wirken sich direkt auf die Zielerreichung aus.

Unsere bisherigen Instrumente „Compass“ für tariflich Beschäftigte und Beamte in Deutschland sowie der 2014 international ausgeweitete „Performance & Potential Review“ sind auch weiterhin im Konzern verankert.

2015 haben wir das dreitägige „Project Management Reality Training“ angeboten, an dem insgesamt 140 erfahrene Projektmanagerinnen und Projektmanager aus 21 Ländern und aus allen Bereichen der Telekom teilnahmen. Dabei konnten sie den Umgang mit Herausforderungen aus ihrem Arbeitsalltag mithilfe einer realitätsnahen Simulation erproben – inklusive fiktiver Kunden, Mitarbeiter und Lieferanten. Eine Aufgabe war es beispielsweise, ein Konzept für eine nachhaltige Integration eines lokalen Telekommunikationsunternehmens zu entwickeln, das von umfangreichen Marktveränderungen betroffen ist. Begleitet wurden sie dabei von erfahrenen Trainern und Coaches. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten ihre Kompetenzen im Umgang mit unterschiedlichen Zielgruppen oder in der interkulturellen Zusammenarbeit erweitern. Außerdem bot das Training eine gute Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch und zur Vernetzung über Bereichs- und Ländergrenzen hinweg. 95 Prozent der Teilnehmer empfahlen das Training weiter. Aufgrund der großen positiven Resonanz wird das Training auch 2016 angeboten. Das „Project Management Reality Training“ ist Teil unseres internationalen Personalentwicklungsangebots.

Die ca. 700 Mitarbeiter von T-Systems Limited sind über eine Reihe von Standorten in Großbritannien verteilt und betreuen ein breites Spektrum an Kunden mit unterschiedlichen Bedürfnissen und IT-Anforderungen. Die vielfältigen Anforderungen und die unterschiedlichen Standorte sowie die Tatsache, dass immer mehr Mitarbeiter von zuhause arbeiten, erschweren die Erhaltung einer gesunden Unternehmenskultur und machen eine verlässliche und gut organisierte Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen Beschäftigten und Management umso wichtiger.

Im Jahr 2015 wurde bei T-Systems Limited das Programm Career Gateway eingeführt, das eine wesentliche Rolle bei der Gestaltung der strategischen Personalentwicklung des Unternehmens spielt und einen proaktiven Ansatz für kontinuierliche Weiterbildung darstellt. Führungskräfte und Mitarbeiter können damit Bedarf für Qualifizierungsmaßnahmen für aktuelle oder mögliche künftige Aufgaben im Unternehmen identifizieren. Im Career Gateway werden dann strukturiert und systematisch geeignete Maßnahmen angeboten. Die Mitarbeiter übernehmen die Verantwortung für ihre eigene Weiterentwicklung, werden dabei aber nicht nur von ihren Führungskräften, sondern auch von sogenannten Career Champions unterstützt, die gemeinsam mit ihnen mögliche Entwicklungswege und Optionen definieren und gestalten.

Außerdem hat T-Systems Limited auch eine Reihe von Maßnahmen umgesetzt, um die Qualität der Kommunikation zwischen Management und Mitarbeitern zu verbessern. Im Rahmen von Leadership@Delivery können die Teilnehmer zum Beispiel grundlegende Führungskompetenzen erwerben, Führungsmethoden aktualisieren und Kenntnisse und Erfahrungen zur Weiterentwicklung von Mitarbeiter- und Führungsteams austauschen.
Bei den Townhall Meetings, die an unseren Hauptstandorten durchgeführt werden, erläutert die Geschäftsführung persönlich die nationale und internationale Strategie. 

Schließlich gab das dritte „Festival of Discovery“ Mitarbeitern von verschiedenen Standorten, Service Lines und Bereichen die Gelegenheit, sich näher über die Stärken und die Ausrichtung des Unternehmens zu informieren. Das "Festival of Discovery 2016" fand am 10. März 2016 statt. Alle Mitarbeiter konnten sich dort über die wichtige Rolle informieren, die Corporate Responsibility heute im Unternehmen spielt.

Ich interessiere mich für das Engagement der Telekom im Bereich...