Gesellschaftliche Leistungsindikatoren.

Gesellschaftliche Leistungsindikatoren: Arbeitspraktiken und Menschenwürdige Beschäftigung

LA1 Eingesetzte Materialienicon
LA2 Mitarbeiterfluktuationicon
LA3 Leistungen für Vollzeitangestellteicon
LA4 Mitarbeiter mit Tarifverträgenicon

Personalbericht, S. 32 f.

Die Telekom hat in Deutschland die Beschäftigungskonditionen für ihre Mitarbeiter im Wesentlichen kollektivrechtlich mit dem jeweiligen Sozialpartner vereinbart. Ausnahmen bestehen hier für die leitenden Angestellten und wenige kleine, untarifierte Gesellschaften. International orientiert sich die Telekom an der Mitbestimmungskultur des jeweiligen Landes, sodass in den einzelnen internationalen Konzerngesellschaften eine differente Landschaft an kollektivrechtlichen Vereinbarungen vorliegt. Die Verantwortung für die Verhandlung und den Abschluss kollektivrechtlicher Vereinbarungen liegt beim Management der jeweiligen Landesgesellschaft.
Im Jahr 2011 waren von 121 600 festangestellten Mitarbeitern rund 79 900 als tariflich eingruppiert ausgewiesen. Das entspricht einem relativen Anteil von 66 Prozent.

LA5 Mitteilungsfrist(en) in Bezug auf wesentliche betriebliche Veränderungenicon

Personalbericht, S. 61, S. 32 f.

Bei wesentlichen betrieblichen Veränderungen werden die Betriebsratsgremien gemäß geltenden Rechtsnormen, wie zum Beispiel dem Betriebsverfassungsgesetz, informiert und entsprechend eingebunden.
Es findet ein regelmäßiger Austausch mit der Arbeitnehmervertretung sowohl auf nationaler als auch internationaler Ebene statt. Auf Konzernebene haben wir im Jahr 2010 den Bereich Global Employee Relations Management (ERM) eingerichtet. Er gibt Orientierung und fördert den Erfahrungsaustausch zur Gestaltung der vielfältigen Mitarbeiterbeziehungen in den verschiedenen Ländern. Er ist zudem zentraler Ansprechpartner für alle internationalen Arbeitnehmer- und Arbeitgebergremien sowie Gewerkschaften.

LA6 In Arbeitsschutzausschüssen vertretene Mitarbeitericon

Die Telekom verfügt über unterschiedliche betriebliche Ausschüsse zur Arbeitssicherheit, in denen auch Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertreter eingebunden sind.

LA7 Berufskrankheiten, Ausfalltage und arbeitsbedingte Todesfälleicon
LA8 Beratung und Schulung zu ernsthaften Krankheitenicon

Gesundheitsmanagement
Personalbericht, S. 34

Mit einheitlichen Unternehmensstandards und Leitlinien haben wir das wichtige Thema Gesundheitsmanagement bereits 2007 im Unternehmen und in den Führungsstrukturen fest verankert. Im Rahmen unseres Gesundheitsmanagements können Mitarbeiter auf Beratungs- und Schulungsangebote sowie auf medizinische Vorsorgeuntersuchungen zurückgreifen.

LA9 Arbeits- und Sicherheitsvereinbarungen mit Gewerkschaften icon

Bei Verhandlungen mit den Sozialpartnern werden unter anderem auch Arbeitsschutzthemen behandelt.

LA10 Aus- und Weiterbildung der Mitarbeitericon

2011 wurden unsere Mitarbeiter durchschnittlich 36 Stunden aus- beziehungsweise weitergebildet.
Eine Unterscheidung nach Mitarbeiterkategorien ist für die Telekom nicht relevant, da die Aus- und Weiterbildungsangebote allen Mitarbeitern gleichermaßen offenstehen.

LA12 Leistungsbeurteilung und Entwicklungsplanung von Mitarbeiternicon

Personalentwicklung
Kulturwandel
Personalbericht, S. 38

Von 2008 bis 2011 erhielten alle Beschäftigungsgruppen, die dem Zielvereinbarungsprozess unterliegen, ein variables Entgelt auch auf Grundlage der Service-Leistung. Bei allen leitenden Angestellten sind Service-Ziele Teil der mittel- bis langfristigen, ebenfalls entgeltrelevanten Ziele (Variable). Seit 2012 erhalten die Mitarbeiter in für Service relevanten Funktionen das variable Entgelt auf Grundlage der Service-Leistung.
 
Prozentsatz der Mitarbeiter, die regelmäßige Leistungsbeurteilung und Entwicklungsplanung erhalten:

Leistungsbeurteilung
für alle Mitarbeiter = 81,5 Prozent
für leitende Angestellte = 100 Prozent
für außertarifliche Mitarbeiter = 84,4  Prozent
 
Entwicklungsplanung
für alle Mitarbeiter = 85,4 Prozent
für leitende Angestellte = noch nicht verfügbar
für außertarifliche Mitarbeiter = 78,4 Prozent; aufgrund Neueinführung für diese Zielgruppe

LA13 Zusammensetzung von Führungsgremienicon
LA14 Lohnunterschiede nach Geschlechticon

Vergütung

Im Einklang mit unserer konzernweit verankerten Diversity Policy erfolgt die Vergütung bei der Telekom geschlechtsunabhängig.

Gesellschaftliche Leistungsindikatoren: Menschenrechte

HR2 Prüfung der Zulieferer zu Menschenrechtsfragenicon
HR3 Schulungen zu Menschenrechtenicon

Compliance
Lieferantenauswahl

Im Rahmen der nachhaltigen Beschaffungsstrategie gibt es Schulungen für Einkäufer sowie gemeinsame Workshops mit Lieferanten. Außerdem werden mit dem neuen E-Learning-Tool im Bereich CR einer breiten Mitarbeiterschaft CR und damit auch Menschenrechtsfragen nähergebracht.

Auch im Bereich Compliance Management stehen allen unseren Mitarbeitern E-Learnings (elektronische Schulungen) im Intranet zur Verfügung. Ergänzt wird das Angebot durch risikospezifische Präsenztrainings.
Quantitative Angaben zu diesem Indikator sind derzeit nicht verfügbar, da die Schulungen zu einem großen Teil intranetbasiert im Selbststudium in Anspruch genommen werden.

HR4 Vorfälle von Diskriminierungicon

Im Berichtszeitraum gab es keinen bestätigten Diskriminierungsfall.

Neben dem Code of Conduct verbietet auch die konzernweit geltende Diversity Policy die Diskriminierung aufgrund von Geschlecht, Alter, Behinderung, ethnischer Herkunft, religiöser Glaubensprägung und sexueller Orientierung. Für den Fall, dass es trotz der vorliegenden standardisierten Prozesse zu Diskriminierungen kommen sollte, wurde das Portal „Tell me!“ als „Eingangstor“ für Hinweise auf Verstöße gegen den Kodex eingerichtet.

HR5 Vereinigungsfreiheit und Kollektivverhandlungenicon

Uns sind keine Vorfälle dieser Art bekannt.

Die Deutsche Telekom anerkennt das Grundrecht auf Vereinigungsfreiheit sowie das Recht auf Kollektivverhandlungen im Rahmen nationaler Regelungen und bestehender Vereinbarungen. Diese Grundsätze sind als wesentlicher Teil der Sozialcharta  für den gesamten Konzern bindend und jährlich von den Konzernunternehmen schriftlich zu bestätigen.

 Mitarbeitereinbeziehung

HR6 Kinderarbeiticon

Auditergebnisse 2011
Arbeit und Ethik

Risiken bezüglich Kinderarbeit begegnen wir durch Auditierung von ausgewählten strategischen und besonders risikobehafteten Lieferanten.

HR7 Zwangsarbeiticon

Auditergebnisse 2011
Arbeit und Ethik

Risiken bezüglich Zwangsarbeit begegnen wir durch Auditierung von ausgewählten strategischen und besonders risikobehafteten Lieferanten.

HR8 Schulung des Sicherheitspersonalsicon

Als international agierender Konzern bestehen wir weltweit in allen Unternehmen und bei unseren Lieferanten darauf, dass sie anerkannte internationale Sozialstandards einhalten.
Dazu haben wir uns mit unserer Sozialcharta  verpflichtet. Sie ist auch Teil des Verhaltenskodex der Telekom. Die Einhaltung überprüfen wir jährlich durch Audits in Form von Entsprechenserklärungen der Geschäftsführungen der jeweiligen Konzerneinheiten.

HR9 Verletzung der Rechte von Ureinwohnernicon

Dieser Indikator ist für die Telekom nicht wesentlich.

Gesellschaftliche Leistungsindikatoren: Gesellschaft

SO1 Auswirkungen auf das Gemeinwesenicon

Stakeholder-Einbeziehung
Risiko- & Chancenmanagement
Mobilfunk & Gesundheit
Grundlagen für Produktentwicklung und Produktdesign
Klima- und umweltfreundliche Produkte und Dienste
Forschung & Innovation
Geschäftsbericht 2011

Die Telekom betreibt ein ganzheitliches Risiko- und Chancenmanagementsystem zur konsequenten Nutzung ihrer Chancen, ohne die damit verbundenen Risiken außer Acht zu lassen. Dabei werden neben rechtlichen und wirtschaftlichen auch soziale und ökologische Risiken berücksichtigt.
Im Rahmen ihres Risikomanagements verfolgt die Telekom das Ziel, Unsicherheiten in der Bevölkerung sowohl bei Beginn als auch bei Beendigung einer Geschäftstätigkeit durch eine sachliche, wissenschaftlich fundierte und transparente Informationspolitik abzubauen.
So ist die Telekom das einzige Unternehmen weltweit, das für seine Mobilfunk-Gesellschaft über eine internationale Richtlinie zu elektromagnetischen Feldern (EMF) verfügt, in der konkrete Mindeststandards für Informationsmaßnahmen, Transparenz, Partizipation und Forschungsförderung gesetzt sind.

SO2 Korruptionsrisikenicon

Die systematische Vorbeugung von Wirtschaftskriminalität hat bei der Telekom oberste Priorität. Unsere Verpflichtung zu regelkonformem Verhalten gilt daher für den gesamten Konzern, in allen Ländern, für jeden Mitarbeiter. Auftretende Betrugsrisiken werden systematisch analysiert, aufgetretene Fälle werden dokumentiert.
Im Berichtszeitraum wurde bei 97 von 238 voll konsolidierten Gesellschaften ein Compliance Risk Assessment durchgeführt, bei dem insbesondere auch Korruptionsrisiken betrachtet werden. Dies entspricht einer Quote von 40,76 Prozent. Zu berücksichtigen ist, dass sich die Quote auf die Anzahl aller Gesellschaften bezieht. Viele der nicht berücksichtigten Gesellschaften sind allerdings nicht operativ tätig oder sehr klein, sodass die Quote bezogen auf Umsatz oder Mitarbeiterzahl deutlich höher ist.

SO3 Schulungen zur Antikorruptionspolitikicon

Der Compliance-Bereich startete 2008 mit einer konzernweiten Antikorruptionskampagne, die 2009 auch international ausgerollt wurde.

Zielgruppen des Trainings sind alle Konzernvorstände und deren Direct Reports, die oberen Managementebenen aller Konzerngesellschaften und nach Risikogesichtspunkten ausgewählte Fach- und Funktionsbereiche.
In den Trainings berücksichtigen wir die Gesetze und Bestimmungen der einzelnen Länder. In einigen Ländern haben wir bereits Trainer ausgebildet, die den Wissenstransfer innerhalb der Konzerngesellschaften sicherstellen.

Die Datenerfassung erfolgt noch nicht konzernweit, sodass momentan keine Angaben zum Prozentsatz der Angestellten, die in der Antikorruptionspolitik und den Antikorruptionsverfahren geschult wurden, verfügbar sind.

SO4 Korruptionsvorfälle und ergriffene Maßnahmenicon

Compliance

Um in Verdachtsfällen frühzeitig einschreiten zu können, haben wir in allen Organisationseinheiten Kontakte eingerichtet und machen diese auf geeignete Weise bekannt.
Über das Eingangsportal „Tell me!“ können mögliche Verstöße gegen interne Richtlinien, Gesetze oder Verhaltensgrundsätze gemeldet werden. Alle Anspruchsgruppen – Mitarbeiter, Geschäftspartner, Kunden, Aktionäre wie auch andere Stakeholder  – können sich über dieses Portal an uns wenden, auf Wunsch auch anonym.

SO6 Zuwendungen an Parteien und Politikericon

Für die Telekom ist es ein zentrales Anliegen, dass sich ihre Beziehungen zu politischen Entscheidungsträgern durch Transparenz und Vertrauen auszeichnen. Hierzu gehört auch, dass wir die Arbeit politischer Parteien nicht mit Spenden unterstützen.

SO7 Klagen aufgrund von wettbewerbswidrigem Verhaltenicon
SO8 Sanktionen wegen Verstößen gegen Rechtsvorschriftenicon

Gesellschaftliche Leistungsindikatoren: Produktverantwortung

PR1 Auswirkungen auf die Gesundheit entlang der Produktlebensdauericon
PR2 Verstöße gegen Gesundheitsstandardsicon

Geschäftsbericht 2011

Der Konzernzentrale sind zurzeit keine maßgeblichen Verstöße gegen Gesundheitsstandards bekannt.

PR4 Verstöße gegen Standards zur Kennzeichnung von Produktinformationenicon

Geschäftsbericht 2011

Der Konzernzentrale sind zurzeit keine maßgeblichen Verstöße gegen Gesundheitsstandards bekannt.

PR5 Kundenzufriedenheiticon
PR6 Standards in Bezug auf Werbungicon

Die Grundlage für unser Engagement beim Schutz unserer Verbraucher bildet unser bereits 2007 verabschiedeter Verhaltenskodex „Code of Conduct“. Er hat auch für sämtliche Vertriebspartner der Telekom Gültigkeit.

Standards für Werbung sind nationalstaatlich, vor allem durch Selbstregulierungen der Werbeindustrie, gestaltet und unterliegen daher im internationalen Vergleich großen Unterschieden. Die Telekom beachtet strikt die Einhaltung sämtlicher gesetzlicher und selbstregulatorischer Regeln der Telekommunikationsbranche an allen Standorten. Dies betrifft insbesondere den Schutz von Kindern und Jugendlichen und die Einhaltung des Datenschutzes. Die Telekom hat sich mit den internationalen Landesgesellschaften wesentlich an der Entwicklung zweier globaler Selbstverpflichtungen der Industrie beteiligt: (a) dem „GSMA Code of Conduct against Mobile Spam“ von 2006 und (b) dem „GSMA Mobile Advertising Program“.

PR7 Verstöße gegen Marketingstandardsicon
PR8 Verletzung des Schutzes der Kundendatenicon
PR9 Sanktionen wegen Produkt- und Dienstleistungsauflagenicon

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