Abfallmanagement & Entsorgung.
Im Berichtszeitraum reduzierte die Deutsche Telekom ihr Abfallaufkommen konzernweit um rund 10 Prozent. Um unser Abfallmanagement noch ressourceneffizienter zu gestalten, haben wir hierfür im Dezember 2011 eine neue Strategie entwickelt. Wesentliche Bestandteile unseres Abfallaufkommens sind Büroabfälle und abgebaute Anlagen aus unserer bundesweiten Netzinfrastruktur.
Im Jahr 2011 zog die Telekom allein in Deutschland mehr als 11 000 Tonnen Kabel wie Kunststoffmantel-, Blei- oder Stahlwellmantelkabel aus den entsprechenden Kanälen. Diese werden in zertifizierten Entsorgungsfachbetrieben umweltgerecht aufbereitet und bis zu 90 Prozent wiederverwertet.
Im Dezember 2011 hat die Telekom in Deutschland eine neue Abfallmanagementstrategie entwickelt. Kernziel der neuen Strategie ist die Steigerung der Ressourceneffizienz durch:
- Vermeidung und Reduktion von Abfall
- Wiederverwendung von Geräten und technischen Einrichtungen
- Recycling von wertvollen Materialien wie Metallen oder seltenen Erden
- Anderweitige, beispielsweise thermische Verwertung von Abfällen
- Umweltgerechte Entsorgung der verbliebenen Abfälle
- Reduzierung der Entsorgungskosten und Optimierung der Erlöse
Die neue Strategie beinhaltet auch die Entwicklung von Kennzahlen zur verbesserten Steuerung des Abfallmanagements sowie zur Überwachung der Umsetzung.
Für 2012 sind die internationale Abstimmung und Verabschiedung der Abfallmanagementstrategie sowie der Start der Implementierung in die operativen Prozesse und Systeme vorgesehen.
Mehr erfahrenMetalle und Kunststoffe werden beim Recycling weitestgehend in hoher Qualität in den Wirtschaftskreislauf zurückgeführt. Bei der Zerlegung der Kabel und der Rückgewinnung des Kupfers entstehen lediglich minimale Produktionsverluste. Je nach Zusammensetzung werden dabei Wiederverwertungsquoten von etwa 70 bis 90 Prozent erreicht. Die Telekom initiiert jährliche Kontrollen der Kabelzerlegebetriebe. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse nutzen wir, um die Zerlegeprozesse gemeinsam mit den beauftragten Unternehmen zu optimieren und maximale Kupferausbeuten zu erzielen. Mit dem im Abfallrecht geforderten Nachweisverfahren und zusätzlichen internen Transportbegleitscheinen gewährleisten wir eine hohe Entsorgungssicherheit und lückenlose Nachverfolgbarkeit.
Vor dem Hintergrund des laufenden Ausbaus des All-IP-Netzes ist der Abbau veralteter und nicht mehr benötigter Technik eine wichtige Maßnahme, um in den kommenden Jahren Energie und Kosten zu sparen. Bei der Telekom in Deutschland überprüft die Task Force „Power Off", welche nicht mehr benötigten Baugruppen mit vertretbarem Aufwand vom Netz genommen werden können. Diese werden systematisch abgebaut.
Im Jahr 2011 wurden Anlagen mit einer Leistung von insgesamt 4 286 kW abgeschaltet, so sind 16 564 Tonnen CO2-Emissionen vermieden worden.
Der Abbau der <2 Mbit Übertragungstechnik macht deutliche Fortschritte. Im Berichtszeitraum wurden Platinen mit Kapazitäten in Höhe von 3 009 MW stromlos geschaltet, abgebaut und anschließend dem Recycling zugeführt. Die Platinen enthalten wertvolle Rohstoffe wie beispielsweise Gold und Silber.
Zusätzlich zum 2010 gestarteten Effizienzprojekt „Save4Service" hat das Projekt Retire im Berichtszeitraum rund 6,5 MW weitere Anschlussleistung identifiziert, die 2012 im Rahmen der Task Force „Power Off" abgeschaltet werden soll. Anschließend werden die wertvollen Bauteile dem Recycling zugeführt.
e-Waste-Akademie in Ghana geplant.
Die e-Waste-Arbeitsgruppe der Global e-Sustainability Initiative, in der auch die Telekom vertreten ist, plant zum Thema e-Waste die Durchführung von sogenannten e-Waste-Akademien. Dies sind fünftägige Workshops mit internationalen Experten sowie mit Regierungs- und Verwaltungsexperten und kleinen bis mittelständischen Entsorgungsbetrieben aus sich entwickelnden Ländern. Sie dienen dem Best-Practice-Austausch, dem Aufbau von Wissen zum Thema Elektroschrott und der Förderung der Vernetzung. Darüber hinaus sollen sie dazu beitragen, gesetzliche Rahmenbedingungen zu schaffen, die die ökologische Situation verbessern ohne den Menschen Möglichkeiten zur Beschäftigung und zum Einkommenserwerb zu nehmen. Die erste e-Waste-Akademie ist für Ende Juni 2012 in Ghana geplant.
2011 hat die Slovak Telekom durch das Recycling von Kabeln insgesamt 1 056 Tonnen Kupfer gewonnen. Dies bedeutet einen Zuwachs von 30 Tonnen recycelten Kabeln gegenüber 2010.
Bis zum Jahr 2020 will T-Systems UK eine Wiederverwertungsquote von 100 Prozent für das gesamte Abfallaufkommen seiner Niederlassungen erreichen. Bereits 2011 konnte der Anteil der Deponieabfälle durch einen Wechsel des Vertragspartners und eine begleitende Mitarbeiterinformationskampagne auf unter 2 Prozent gesenkt werden. Auch in Zukunft werden weitere Informationsveranstaltungen durchgeführt. Eine aktuelle Vertragsänderung mit dem Entsorgungspartner sieht vor, den Deponieanteil im Jahr 2012 auf unter 1 Prozent zu senken. Langfristig will T-Systems UK auch die Abfallmengen deutlich reduzieren.
Rohstoffmanagement und Abfallrecycling sind Schlüsselelemente des Umweltmanagements der griechischen OTE. 2011 wurden insgesamt 1 481 Tonnen ausrangierte Technik sowie 40 Tonnen Elektroschrott an zertifizierte Recyclingunternehmen übergeben. Außerdem werden landesweit gebrauchte Tinten- und Tonerkartuschen der OTE von einem zertifizierten Recyclingunternehmen aufbereitet. Die entsprechenden Verträge wurden im Oktober 2011 abgeschlossen.
Die im Juli 2011 begonnene schrittweise Abschaltung des alten HellasPack-Datennetzes und die damit verbundene Umstellung der Kunden auf modernere Datenverbindungen wird 2012 abgeschlossen. Damit wird der Stromverbrauch um jährlich 370 GWh reduziert. Dies entspricht einer Einsparung von 267 288 Tonnen CO2.
Auch die Tochtergesellschaften der Cosmote Greece, Globul in Bulgarien, Cosmote Romania und die albanische Landesgesellschaft AMC, haben vielfältige Recyclingprogramme aufgesetzt.
- Im Jahr 2007 startete Globul ein internes Programm für das Recycling von Papier und Plastikabfällen. Seit Oktober 2008 haben Kunden und Mitarbeiter die Möglichkeit, Akkus und Althandys bei den Shops von Globul abzugeben und recyceln zu lassen. Dieses Programm wurde im Jahr 2010 auf Batterien und andere elektronische Abfälle erweitert. Dafür stehen spezielle Container in den Shops, Verwaltungsgebäuden und Kaufhäusern bereit. Andere Unternehmen und Organisationen wie Coca Cola, Sony Ericsson, die britische Botschaft oder Shell Bulgaria unterstützen unser Programm. Im Jahr 2011 wurden im Rahmen des Programms 3 974 ausrangierte Handys, Akkus und Mobilfunk-Zubehör (163 kg) sowie 19 498 Gerätebatterien (457 kg) gesammelt.
- Kunden und Beschäftigte der Cosmote Romania können seit 2010 ihre alten Mobiltelefone zum Recycling in Shops und Verwaltungsgebäuden der Cosmote Romania abgeben. 2011 wurde außerdem das interne Recyclingprogramm für Papier, Plastik und elektronische Geräte auf Leuchtkörper ausgeweitet.
- Als Teil des Umweltmanagements startete AMC 2010 landesweit ein Programm zum Recycling von Büropapier. In allen Räumen und bei allen Fotokopierern stehen nun Recyclingbehälter, die täglich geleert werden. Das Programm wurde von einer Kommunikationskampagne begleitet. 2011 wurde der Papierverbrauch um 4,2 Prozent gesenkt. Außerdem konnte der Verbrauch von Recyclingpapier um 10,3 Prozent erhöht werden. Damit bestanden 55,8 Prozent des verbrauchten Papiers aus Recyclingpapier.
Der spanische T-Systems Iberia hat im Jahr 2011 unter seinen 4 157 Mitarbeitern insgesamt 419 ausrangierte Diensthandys und 142 Laptops aus Unternehmensbeständen eingesammelt und dem Recycling zugeführt.
Im Oktober 2011 veranstaltete T-Mobile Netherlands eine Kampagne zur Sensibilisierung der Beschäftigten für nachhaltiges Verhalten am Arbeitsplatz mit einem Film und einer Handysammelaktion. In einem Zeitraum von zwei Wochen wurden insgesamt knapp 900 ausrangierte Mobiltelefone gesammelt. In diesem Rahmen erhielten die Mitarbeiter alltagsnahe Tipps zum umweltfreundlichen Verhalten.
Im Rahmen ihrer Ressourceneffizienzstrategie hat T-Mobile USA im Berichtszeitraum verschiedene Maßnahmen umgesetzt. So konnte das Abfallaufkommen in der Zentrale durch das Einführen der Mülltrennung um 40 Prozent reduziert werden. In jedem Pausenraum stehen nun auffällig gekennzeichnete Behälter zur Verfügung, in denen Bioabfälle für die Kompostierung gesammelt werden. Eine Informationskampagne im Intranet begleitete die Einführung.
Um das Abfallaufkommen zu reduzieren und fachgerecht zu trennen, hat T-Systems Austria bis Ende Februar 2012 in allen Teeküchen der Zentrale Abfalltrennbehälter für Restmüll, Metall, Kunststoff und Glas aufgestellt. Zusätzlich verfügt jeder Arbeitsplatz über einen eigenen Restmüllbehälter und ein Fach für Altpapier.
Kontakt
-
Dann schreiben Sie uns.
-
Dann wenden Sie sich an:
- Tanja Vollberg
T-Vollberg@telekom.de - Anne Wenders
Anne.Wenders@telekom.de
- Tanja Vollberg
-
Unsere zentralen Ansprech-
partner:- für Vertreter von Ranking- und Ratingagenturen: silke-stephanie.thomas@telekom.de
- für Privatanleger: Forum-TAktie@telekom.de
- für Finanzanalysten: investor.relations@telekom.de
-
So erreichen Sie uns:
- Kundencenter
- Service-Hotline
- Unser Kundendienst beantwortet Ihre Fragen auch auf Facebook und Twitter.
Diese Seite
Meine Lesezeichen
Legen Sie bis zu fünf persönliche Favoriten ab.
Speichern

